Wechsel in der Kirchenpflege

Abschied von Frau Rose-Marie Hennemann als Kirchenpflegerin

Drei Jahre, das ist ja noch lang – so dachten wir im Kirchengemeinderat, als Frau Hennemann im Jahr 2014 noch einmal „verlängert“ hat. Wir hatten uns damals sehr darüber gefreut, dass sie noch einige Jahre in unserer Runde dabei sein und das Amt der Kirchenpflegerin weiter ausüben würde.

Gefühlt war das erst gerade – in Wirklichkeit sind diese drei Jahre nun tatsächlich schon vergangen und wir müssen sie verabschieden. Wir tun es mit Bedauern und großer Dankbarkeit für die Art, wie sie ihr Amt ausgefüllt und sich weit darüber hinaus für unsere Kirchengemeinde engagiert hat.

Am 6. April 1984 wurde Rose-Marie Hennemann als Kirchenpflegerin verpflichtet. Da war sie schon zum zweiten Mal in den Kirchengemeinderat gewählt worden – zum ersten Mal im Jahr 1977. Das heißt, sie war nun insgesamt 40 Jahre im Kirchengemeinderat! Als dann 1984 die damalige Kirchenpflegerin Frau Held ausschied, wurde die „junge Frau Hennemann“ von Pfarrer Buchholz gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, dieses Amt zu übernehmen – so wie einstmals „Frau Hennemann senior“, ihre Schwieger-mutter. Rose-Marie Hennemann sagte zu – sie war von Beruf Erzieherin, hatte aber auch Spass daran, mit Zahlen und Finanzen umzugehen und schätzte es, durch dieses Amt „mittendrin“ in der Kirchengemeinde zu sein.

Neben den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben – Rechnungen zahlen, Opfer verwalten, Abrechnungen machen, Haushaltspläne aufstellen, die laufenden Finanzen verwalten und überwachen und noch so manches mehr – waren es zusätzlich große Bauvorhaben, die in dieser Zeit bewältigt werden mussten: Planung und Bau des Pavillons, Umbau der Frauenkopfkirche, die umfang-reichen Baumaßnahmen an der Bernhardskirche. Dazu kamen in dieser Zeit große Umstellungen im Haushaltswesen: wurde anfangs nach dem „Bedarfsdeckungsprinzip“ gearbeitet – das heißt, man meldete den Bedarf der Kirchengemeinde an und erhielt bei vernünftiger Planung dafür die Haushaltsmittel – so wurde später auf „Budgetierung“ umgestellt – das heißt, die Kirchengemeinden bekommen, im wesentlichen abhängig von der Gemeindegliederzahl, einen bestimmten Betrag, mit dem sie auskommen müssen. Das war nicht nur eine haushaltstechnische Umstellung, sondern es bedeutete einen erheblichen finanziellen Einschnitt und viele, teilweise schmerzhafte Sparmaßnahmen. Hier war die Kirchenpflegerin sowohl als Finanzexpertin als auch als Vermittlerin gefragt. Wie gut, wenn man da eine Kirchenpflegerin wie Frau Hennemann hatte, der Ausgleich und ein friedliches Miteinander immer sehr wichtig war und die durch ihre Art viel dazu betrug.

Auch technisch gesehen hat sich Frau Hennemann den Veränderungen gestellt, die sich in diesen vielen Jahren entwickelten: vom handschriftlichen Anfang und dem aktiven Gebrauch des Kopfrechnens ging es weiter zur Schreibmaschine und der Rechenmaschine, bis dann 2006 ganz auf ein Computerprogramm für die Kirchenpflegen umgestellt wurde. Diese Herausforderungen anzunehmen, sich weiterzubilden und auf dem Laufenden zu bleiben, war für sie etwas, dem sie sich ganz selbstverständlich gestellt und die Veränderungen mit Bravour gemeistert hat.

Wir sind sehr dankbar, dass Frau Hennemann so lange das Amt der Kirchenpflegerin innegehabt hat, für die viele Zeit und Kraft, die sie – oft über die normale Arbeitszeit hinaus – eingebracht hat.

Und wir sind sehr dankbar dafür, wie sie ihr Amt ausgefüllt hat: absolut vertrauenswürdig, zuverlässig und in großer Sorgfalt; auf Sparsamkeit bedacht, aber immer so, dass das Geld nicht als Selbstzweck da war, sondern um für die Gemeinde und darüber hinaus Gutes und Nützliches zu vollbringen. Und wir sind sehr dankbar für den Menschen Rose-Marie Hennemann –  in ihrer überaus hilfsbereiten und freundlichen Art, ihrem Bestreben, ein gutes und harmonisches Miteinander zu fördern und ihrer Treue in großen und kleinen Dingen.  Auch für das „sonstige“ ehrenamtliche Engagement bei Festen, dem Weihnachtsmarkt und sonstigen Angeboten der Kirchengemeinde danken wir ihr sehr.

Wir verabschieden Frau Hennemann am 2. Juli im Gottesdienst um 10 Uhr in der Bernhardskirche von ihrem Amt als Kirchenpflegerin – aber wir freuen uns, dass sie als Mensch weiter „mitten drin“ ist in unserer Kirchengemeinde.

Pfarrerin Renate Kleinmann, auch im Namen von Herrn Eberspächer und dem ganzen Kirchengemeinderat

Neue Kirchenpflegerin

Wir sind sehr froh, dass wir nach dem Ausscheiden von Frau Hennemann wieder eine neue Kirchenpflegerin bekommen – Frau Anke Zürn aus Wangen hat die Nachfolge im Amt der Kirchenpflegerin angetreten. Die Kirchenpflege ist ein besonders verantwortungsvolles Amt –  es erfordert sehr viel Sachverstand und Vertrauenswürdigkeit, damit alle Vermögens- und Finanzangelegenheiten der Kirchengemeinde sorgfältig und verantwortungsbewusst verwaltet werden. Wir freuen uns, dass wir dieses anspruchsvolle Amt mit Frau Zürn besetzen konnten und heißen sie im Kirchengemeinderat und in unserer Gemeinde herzlich willkommen! Wir wünschen ihr Freude an ihrer Arbeit und Gottes Segen!

Pfarrerin Renate Kleinmann, auch im Namen von Herrn Eberspächer und dem ganzen Kirchengemeinderat

Was sich ändert

Neu ist, dass Frau Zürn sowohl die Kirchenpflege in Hedelfingen als auch die in Rohracker/Frauenkopf übernommen hat. Das bedeutet für die beiden Gemeinden keine Veränderung – das Haushalts- und Finanzwesen beider Kirchengemeinden bleibt getrennt, beide Kirchengemeinden haben einen eigenen, separaten Haushalt. Neu ist, dass beide Aufgaben in einer Person vereinigt sind.

Bisher wurden die laufenden Vorgänge der Kirchenpflege von Frau Hennemann  in einem privaten Büro erledigt, Dienstbesprechungen und ähnliches fanden im Pfarrhaus statt.  Da es in Hedelfingen bereits ein „Extra“-Büro für die Kirchenpflege gibt, haben wir uns entschlossen, dieses auch als Büro für die laufenden Vorgänge aus Rohracker und dem Frauenkopf zu nutzen – zuerst einmal probehalber. Das Archiv der Kirchenpflege bleibt im Pfarrhaus, ebenso werden Besprechungen weiterhin dort stattfinden und natürlich ist Frau Zürn auch bei anderen Anlässen und Aufgaben „vor Ort“.

Wenn Sie Anliegen und Fragen haben, die die Kirchenpflege betreffen, haben Sie zwei Möglichkeiten, Frau Zürn zu erreichen:

Sie können wie bisher an die Mail-Adresse der Kirchenpflege schreiben:  kpfl.rohrackerfkdontospamme@gowaway.web.de);

Sie können Frau Zürn telefonisch oder persönlich während der Sprechzeiten der Kirchenpflege erreichen:    

Dienstags 16 – 18 Uhr und donnerstags 9 – 11 Uhr in der Amstetter Str. 23 in Hedelfingen; Tel: 4 89 08 58

Die neue Kirchenpflegerin stellt sich vor

Mein Name ist Anke Zürn und ich bin 46 Jahre alt. Ich bin verheiratet und habe eine 15jährige Tochter und einen 17jährigen Sohn. Ich wohne seit 1996 in Stuttgart Wangen und fühle mich hier zu Hause.

Nach der Elternzeit habe ich acht Jahre als Betreuerin im Rahmen der Verlässlichen Grundschule an der Wilhelmsschule in Wangen und an der Tiefenbachschule in Rohracker gearbeitet, woher mich vielleicht der ein oder andere von Ihnen bereits kennt.

Anschließend habe ich drei Jahre lang in unserer Familien-Schreinerei als Büroleiterin im Handwerk und 1 ½ Jahre in der Buchhaltung einer Werbeagentur gearbeitet.

Nun freue ich mich auf die neue Aufgabe als Kirchenpflegerin in Hedelfingen und Rohracker-Frauenkopf mit den schönen Kirchen und auf die vielen neuen Gesichter.

Anke Zürn

Kirchenpflege

Anke Zürn

Di 16-18 Uhr; Do 9-11 Uhr

Amstetter Str. 23
70329 Stuttgart - Hedelfingen

Telefon:  0711 - 4 89 08 58
Email:     kpfl.rohrackerfkdontospamme@gowaway.web.de

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